Initiative für ein glyphosatfreies Bobenheim-Roxheim

Veröffentlicht am 19.08.2019 in Allgemein

Mit der Sitzung des Gemeinderates in dieser Woche endet die Sommerpause, in der wir keineswegs untätig waren. Zwei Anträge haben wir im Juli eingereicht, darunter einen für den Verzicht auf den Einsatz von Glyphosat in Bobenheim-Roxheim

Laut diesem Antrag dürfen auf kommunalen Flächen keine chemisch-synthetischen Pestizide mehr eingesetzt werden. Dies gilt auch für private Dienstleistungsunternehmen, die den Auftrag zur Pflege öffentlicher Flächen erhalten.
Bei der Verpachtung kommunaler Flächen für eine landwirtschaftliche Nutzung wird das Verbot im Pachtvertrag verankert, bereits bestehende Pachtverträge werden dahingehend überprüft, ob diese um besagtes Verbot erweitert werden können. Private Firmen mit kommunaler Merheitsbeteiligung werden zur pestizidfreien Bewirtschaftung aufgefordert.

Der Einsatz von Glyphosat hat eine tiefgehende Diskussion zum Einsatz von chemischen Stoffen ausgelöst, zumal die Weltgesundheitsorganisation Glyphosat als „wahrscheinlich krebserregend“ einstuft. Die Bundesregierung strebt den Ausstieg bis spätestens 2023 an und macht sich offenbar die Erkenntnisse der WHO zu Eigen. Für die zeitliche Verzögerung gibt es allerdings keine inhaltliche Begründung. Wenn die Gefahren bei dem Einsatz der chemischen Stoffe heute bestehen, ist eine Verzögerung des Verzichts auf 2023 nicht nachvollziehbar.

Viele der eingesetzten Mittel stehen im Verdacht, Krebs zu erregen, die Fortpflanzung zu schädigen oder eine hormonelle Wirkung zu haben. Auf öffentlichen Flächen, Sport- und Spielplätzen usw. könnten die Wirkstoffe in direkten Kontakt mit der Bevölkerung kommen und bilden insbesondere für Kinder und Schwangere eine Gefahr.

Neben den unerwünschten Wildkräutern werden auch Insekten vernichtet und es werden vor allem Honigbienen, Wildbienen, Schmetterlinge und Fledermäuse getroffen. Damit fallen für die Landwirtschaft, Kleingärten usw. die notwendigen Bestäuber für Wild-und Kulturpflanzen aus. Der Verlust der Artenvielfalt ist bereits heute deutlich spürbar und wird allgemein beklagt.

Siedlungsgebiete sind oft die letzten Rückzugsorte für bedrohte Arten, die in der Agrarwirtschaft keinen Lebensraum mehr finden. Hier müssen Kommunen Verantwortung und auch eine Vorreiterrolle für den Artenschutz übernehmen. Dies soll durch den Verzicht auf chemische Stoffe im kommunalen Einflussbereich geschehen.

In diesem Zusammenhang kündigt die SPD-Fraktion an, bei neuen Bebauungsplänen sich für eine Gestaltung von Garten- und öffentlichen Flächen einzusetzen, die Artenvielfalt garantieren und die zunehmenden „Steinwüsten“ in Gärten verhindern.

Foto: Oliver Mohr / pixelio.de

 

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